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Wie krank kann eine Krankenkasse sein? |
Es gibt Dinge, die gibt`s eigentlich nicht.
Zum Beispiel der >spezielle Dienst für Arbeitgeber<, den die Barmer Ersatzkasse ihren Kunden bietet.
Das klingt ein bisschen nach Prostitution. Geht auch in die gleiche Richtung. Denn die Barmer steckt mit den Arbeitgebern unter einer Decke.
Unter der Rubrik >spezieller Dienst< bot die Kasse auf ihrer Internetseite bis vor wenigen Tagen Tipps für die Kündigungen von Schwangeren und Schwerbehinderten an. Arbeitgeber konnten sich die Briefvorschläge ganz einfach herunterladen. Die Barmer nannte das Formular frechweg “Kündigung einer Schwangeren oder Mutter”. Wie Krank. Die Kasse spricht jetzt von einem “unglücklichen Missverständnis”. Und sie versichert, dass sie die Formulare aus dem Internet gelöscht hat. Nun müssen die Arbeitgeber eben wieder anrufen, um die Formulare und Tipps zu erhalten. Und wir wissen jetzt endgültig: Manche Krankenkassen sind ganz sicher nicht für Schwache und Kranke da.
Quelle: metallzeitung 10/2008
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